Zigaretten bestehen aus einem zylindrisch geformten Papierröllchen von meist weniger als 10 cm Länge und 10 mm Durchmesser, das mit fein gehacktem Tabak gefüllt ist, der geraucht wird. In der Praxis bestehen die im Handel erhältlichen Zigaretten nicht ausschließlich aus Tabak. Dieser ist vielmehr mit einer erheblichen Menge an Zusatzstoffen vermischt, welche die Abhängigkeit steigern, die Geschmackseigenschaften der Zigarette verstärken, ihre Haltbarkeit erhöhen und die organoleptischen Eigenschaften des Rauches verändern. Zigaretten von minderer Qualität sind mit den Verarbeitungsabfällen der zerkleinerten Adern des Tabakblattes vermischt. Die im Handel erhältlichen Zigaretten haben im Allgemeinen einen Filter aus Zelluloseacetat oder aus Baumwolle, der den Teer herausfiltert. Zigaretten können auch selbst gerollt werden, was ihre Schädlichkeit jedoch nicht verringert.
Ursprünglich wurde Tabak gekaut oder geschnupft. Zigaretten waren vor dem Krimkrieg in der westlichen Welt kaum bekannt – ihre Verbreitung begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Jährlich produziert die Tabakindustrie ca. 5500 Milliarden Zigaretten, die von über 1,1 Milliarden Rauchern konsumiert werden. Die Toxizität von Tabak hat seit einigen Jahrzehnten zugenommen, nachdem die Zigarettenhersteller damit begannen, dem Tabak chemische Zusätze hinzuzufügen, um die Aufnahme von Nikotin und insbesondere von Ammoniak im Körper zu steigern und auf diese Weise eine schnellere Abhängigkeit auszulösen.
Aufgrund ihrer Zusammensetzung mit giftigen und reizauslösenden Substanzen sind Zigaretten ebenso schädlich für Raucher wie für Nichtraucher; der Zigarettenkonsum führt zu Abhängigkeit und diversen Krankheiten wie Krebs, Herz-/Kreislaufanfällen oder chronischer Bronchitis.
Das europäische Programm HELP gegen den Tabakmissbrauch liefert Ihnen zahlreiche Informationen und bietet Ihnen Unterstützung, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten.
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