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Doppelt so viele Raucher in Colleges und höherbildenden Schulen
16/05/2005
Zigaretten sind nicht mehr das, was sie einst waren. Sie sind nicht mehr „in“. Immer mehr Jugendliche geben das Rauchen auf.
„Die Anzahl jugendlicher Raucher konnte zwischen 2001 und 2005 auf die Hälfte reduziert werden“, freut sich Bertrand Dautzenberg, Lungenfacharzt und Präsident der Vereinigung für ein tabakfreies Paris, „Paris sans tabac (PST)“. Dieser Rückgang war bei Mädchen und Jungen gleichermaßen stark ausgeprägt, so eine Untersuchung, die seit 1991 jährlich durchgeführt wird.

„Das Image von Zigaretten hat sich verändert“, erklärt ein Professor der Organisation AP-HP (Assistance Publique - Hôpitaux de Paris). „Früher war Rauchen ganz normal. Seit den Aufklärungskampagnen wird Tabak als gefährlicher Schadstoff betrachtet.“ Tatsächlich stellen Zigaretten für eine wachsende Anzahl von Jugendlichen unter 16 Jahren keine Versuchung mehr dar. Unter den 12-13-Jährigen gibt es rund 80 % weniger Raucher, bei den 14-15-Jährigen sind es 61 % weniger. Diese Universität versucht, das „Evin-Gesetz“ einzuhalten und verbietet das Rauchen auf Plätzen wie dem Hof. Den „Süchtigen“ ist nur ein einziger Platz vorbehalten.
„Dort ist es jedoch so verraucht, dass man sich fast übergeben muss“, erzählt Carole, die mit dem Rauchen aufgehört hat. Die meisten Colleges und höherbildenden Schulen sind rauchfrei, selbst wenn gewisse Schilder manchmal auf einen eigenen Raum (zum Rauchen) für ältere Personen hinweisen. An den Universitäten gestaltet sich die Situation schwieriger. Nur auf drei der befragten 17 französischen Uni-Campi stellt man sich dem Kampf gegen den blauen Dunst. Doch zum ersten Mal geben 65% der Studenten, die sich selbst als Raucher bezeichnen, an, dass sie eine rauchfreie Universität akzeptieren würden. Die Wirkung dieser Präventivmaßnahmen ist möglicherweise jedoch bereits wieder verpufft, denn die Zigarettenverkäufe stiegen im Jahr 2005 ebenso wie die Raucherzahlen unter Jugendlichen schon wieder leicht an.

Quelle:
Le Figaro, 20. April 2005
http://www.lefigaro.fr"